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Die erste Ausfahrt des Jahres

Ein herrlicher Start ins neue Jahr: Noch kein Sport, aber dafür seit dem zweiten Januar krank. Immerhin ging es mir nicht so schlecht, dass ich nur im Bett liegen musste, aber zumindest auf Triathlon habe ich lieber verzichtet (selbstverständlich war ich aber krank genug, um nicht lernen zu können).

Da ich nach ungefähr zwei Tagen Gefahr lief, mich wundzuliegen, habe ich meine im Übermaß vorhandene Freizeit ein bisschen auf unsere Wohnung gerichtet. Sie ist nicht nur sauber wie schon lange nicht mehr, nein, außerdem sind sowohl der Flur als auch das Badezimmer komplett renoviert. Das war vielleicht für die Genesung nicht ideal, aber ich bin schon ziemlich stolz auf mich, dass ich aus reiner Vernunft aufs Laufen verzichtet habe.

Nebenbei habe ich auch noch Zeit gefunden an meinen Fahrrädern rumzuschrauben und wollte mich deshalb heute mal auf eine 30-minütige Ausfahrt begeben, um auszuprobieren, ob alles so funktioniert wie es soll. Immerhin hatten wir 10°C und ich konnte zwischen den Wolken ein wenig blau erkennen – da könnte man durchaus ein wenig Rennrad fahren.

Ich warf mich also zwanzig Minuten lang in Schale und pulte mein Rennrad umständlichst aus seinem Winterquartier. Kaum war ich die ersten Meter gerollt, als es auch schon anfing ein wenig zu tröpfeln (bei ironischerweise blauerem Himmel als zuvor). Als äußerst wetterfester und harter Sportler, der ich nunmal bin, stellte ich mich also erst einmal für fünfzehn Minuten unter und sollte dann auch für meine Ausfahrt mit weiterem Regen verschont werden.

Dummerweise war es trotzdem noch relativ windig, aber ich fuhr ganz gemütlich in Richtung Borgfeld aufs Land hinaus und fragte mich, wie es mir nicht auffallen konnte, dass die Pedalplatten meines rechten Schuhs um mindestens 30° verdreht waren.

Gerade hatte ich mir vorgenommen, zu Hause nachzuforschen, ob Gummistiefel neuerdings in der Mode wären, da ich mehrere Fußgänger mit ebensolchen überholt hatte, als ich mein Vorderrad gerade eben noch vor einer relativ großen Pfütze zum Stehen bringen konnte. Na gut, was heißt hier Pfütze – eigentlich sah das Ganze eher so aus:

(Alle Rechte dieses Bildes liegen bei Carsten Ewers)

Wie man klar erkennt, befindet sich der Fotograf auf einer Straße und fotografiert die beiden Feldwege, die zusammen die drei Möglichkeiten für mich ergeben hätten, wieder nach Hause zu kommen. Hinter der Baumreihe fließt übrigens die Wümme.

Ich war nun also dreckig, nass und kalt und durfte wieder auf dem gleichen Weg nach Hause fahren, den ich gekommen war. Spaß gemacht hats trotzdem.

Kategorien:Sport
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