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Borsts Jahressampler

Getreu der Tradition habe ich mich in den letzten Tagen durch Borsts Geschreibsel zu seinen Lieblingsalben im Jahre 2011 gelesen und mir auch die Musik dazu angehört. Hier meine Meinung dazu:

1. Long Distance Calling – Long Distance Calling

Die Band von der fähige Zungen absolut zurecht behaupten sie machten gute Fahrstuhlmusik. Denn leider führen die zahlreichen Überlängen, was die Songstrukturen angeht, recht schnell zu einer gewissen Langeweile. Plagiat beiseite: Ich muss leider bei meiner Einschätzung bleiben. Ich finde LDC macht wirklich gute Intros, jedoch wartet man dann vergeblich darauf, dass der eigentliche Song losgeht. Stattdessen wird man von einer wellenförmigen Dynamik erwartet, die einige Höhen bietet, sich dazwischen allerdings leider viel zu häufig hinter langsamen, unscheinbaren Melodien versteckt.

2. Amorphis – The Beginning Of Times

In der Beschreibung stehen die Wörter Death Metal und Progressive – für mich eigentlich ein deutliches Warnzeichen lieber nicht auf das dazugehörige Video zu klicken. In diesem Fall hat es sich jedoch gelohnt. Der Anfang geht sehr gut ins Ohr und ich habe daran nichts auszusetzen. Mir gefällt der etwas weichere Gesang hier besser als in der weiteren Folge des Liedes (ohne jetzt nachzulesen, ob es sich um zwei verschiedene Sänger handelt – bin mir da nicht ganz sicher), allerdings gefällt mir auch der Rest. Amorphis ist keine Band von der ich unbedingt noch mehr hören möchte, jedoch werde ich mich nicht dagegen wehren, wenn ich die Gelegenheit dazu bekommen sollte.

3. Before The Dawn – Deathstar Rising

Beinahe hätte ich es hier nicht bis zum Refrain geschafft. Musikalisch gefällt mir das Lied gut, was vor allem im Refrain auffällt, wenn die Instrumente nicht mehr vom Brüllgesang überdeckt werden. Damit werde ich mich wohl nie anfreunden können. Somit ist Before the Dawn eine Band mit der ich mich nicht weiter beschäftigen werde.

4. Nightwish – Imaginaerum

Nightwish ist eine Band, die bisher völlig an mir vorbeigegangen ist. Ich weiß absolut nichts über die Band und könnte aus dem Stehgreif nichtmal drei Lieder von ihnen nennen (was mit Sicherheit nicht heißt, dass ich sie beim Hören nicht sofort wiedererkennen würde). Ich frage mich allerdings, warum das so ist. I want my tears back und das Medley gefallen mir auf jeden Fall schonmal. Ich denke ich werde mir auch den Rest des Albums anhören.

5. A Storm Of Light – As The Valley Of Death Becomes Us, Our Silver Memories Fade

Nachdem ich dieses Video gestartet habe, habe ich zunächst einmal meinen Laptop an meine Stereo Anlage angeschlossen. Nichtsdestotrotz blieben die Gitarren für meinen Geschmack viel zu matschig und die Stimme des Sängers lässt jegliche Dynamik vermissen. Einzig der Rhythmus der Drums im Hintergrund gefällt mir.

6. Sólstafir – Svartir Sandar

Borst spricht hier von einer Atmosphäre der Verzweiflung – das unterschreibe ich sofort. Für meinen Geschmack ist das Lied ein bisschen zu depressiv. Es ist das erste Mal, dass ich isländischen Gesang höre, was zwar fremd, aber nicht störend wirkt. Obwohl mir das Lied insgesamt sogar gefällt (es hätte vielleicht ein bisschen schneller sein können), werde ich mir den Rest das Albums nicht anhören, wenn diese Grundstimmung beibehalten wird. Mehr als ein Lied davon auf einem Album ist meiner Meinung nach nämlich absolut nicht nötig.

7. Globus – Break From This World

Ich hatte meinen Text schon fast fertig. Es ging um atmosphärische Fahrstuhlmusik – nett anzuhören, aber langweilig – dann machte das Lied eine 180° Kehre. Der Rest des Liedes gefällt mir sehr gut. Ich werde mich mal umhören, ob der Rest eher so ist wie das Intro oder wie der Rest des Liedes.

8. Omega Massif – Karpatia

Zerdrückend ist eine gute Beschreibung für die Musik finde ich. Ich habe gerade noch kurz auf einen nicht dazu passenden Death Metal Gesang gewartet, bis mir einfiel, dass es sich um ein Instrumentalstück handelt. Mich stört ein wenig, dass das Lied fast ausschließlich aus dem gleichen – ohne Frage guten – Riff besteht und das Thema nur minimal variiert wird. Dennoch insgesamt ein guter Song, aber leider auch nicht mehr.

9 . Love.Might.Kill – Brace For Impact

Bei Love.Might.Kill kann ich mich Borst vorbehaltlos anschließen. Ich finde keine Kritikpunkte und bin froh, dass Nordenham ab jetzt musikalisch nicht nur durch Einswarden-Crime bekannt ist. Wenn ich mich recht erinnere, gibt die Band sogar am zweiten Weihnachtstag ein Konzert dort, das ich prinzipiell auch wirklich gern besuchen würde, wenn es nicht gerade an Weihnachten wäre…

10. Septic Flesh – The Great Mass

Natürlich zähle ich mich sehr zu den Anhängern des Black Metals. Dennoch möchte ich mich zu diesem Stück…nennen wir es Musik…nicht äußern

Beste Neuentdeckung: dredg

Dredg höre ich selbst relativ  gerne. Auch wenn das aktuelle Album völlig zu Recht keinen Platz auf meinem Jahresrückblick gefunden hat. Es handelt sich allerdings um Musik, die ich gern nebenbei im Hintergrund höre, während ich mich mit anderem beschäftige.

Am liebsten gehörte Band: Isis

Für Isis könnte ich wahrscheinlich meinen Text vom letzten Jahr zu The Ocean kopieren….wenn ich denn im letzten Jahr überhaupt etwas über die Musik geschrieben hätte…Es verhält sich hier ähnlich wie mit Long Distance Calling. Zwischendurch bin ich wirklich begeistert, doch leider fällt das Lied dann wieder viel zu früh in eine lange, langsame und damit auch langatmige Überleitung mit der ich überhaupt nichts anfangen kann. Ist aber eigentlich schade um die Highlights des Songs.

Kategorien:Leben
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