Die erste Ausfahrt des Jahres

Ein herrlicher Start ins neue Jahr: Noch kein Sport, aber dafür seit dem zweiten Januar krank. Immerhin ging es mir nicht so schlecht, dass ich nur im Bett liegen musste, aber zumindest auf Triathlon habe ich lieber verzichtet (selbstverständlich war ich aber krank genug, um nicht lernen zu können).

Da ich nach ungefähr zwei Tagen Gefahr lief, mich wundzuliegen, habe ich meine im Übermaß vorhandene Freizeit ein bisschen auf unsere Wohnung gerichtet. Sie ist nicht nur sauber wie schon lange nicht mehr, nein, außerdem sind sowohl der Flur als auch das Badezimmer komplett renoviert. Das war vielleicht für die Genesung nicht ideal, aber ich bin schon ziemlich stolz auf mich, dass ich aus reiner Vernunft aufs Laufen verzichtet habe.

Nebenbei habe ich auch noch Zeit gefunden an meinen Fahrrädern rumzuschrauben und wollte mich deshalb heute mal auf eine 30-minütige Ausfahrt begeben, um auszuprobieren, ob alles so funktioniert wie es soll. Immerhin hatten wir 10°C und ich konnte zwischen den Wolken ein wenig blau erkennen – da könnte man durchaus ein wenig Rennrad fahren.

Ich warf mich also zwanzig Minuten lang in Schale und pulte mein Rennrad umständlichst aus seinem Winterquartier. Kaum war ich die ersten Meter gerollt, als es auch schon anfing ein wenig zu tröpfeln (bei ironischerweise blauerem Himmel als zuvor). Als äußerst wetterfester und harter Sportler, der ich nunmal bin, stellte ich mich also erst einmal für fünfzehn Minuten unter und sollte dann auch für meine Ausfahrt mit weiterem Regen verschont werden.

Dummerweise war es trotzdem noch relativ windig, aber ich fuhr ganz gemütlich in Richtung Borgfeld aufs Land hinaus und fragte mich, wie es mir nicht auffallen konnte, dass die Pedalplatten meines rechten Schuhs um mindestens 30° verdreht waren.

Gerade hatte ich mir vorgenommen, zu Hause nachzuforschen, ob Gummistiefel neuerdings in der Mode wären, da ich mehrere Fußgänger mit ebensolchen überholt hatte, als ich mein Vorderrad gerade eben noch vor einer relativ großen Pfütze zum Stehen bringen konnte. Na gut, was heißt hier Pfütze – eigentlich sah das Ganze eher so aus:

(Alle Rechte dieses Bildes liegen bei Carsten Ewers)

Wie man klar erkennt, befindet sich der Fotograf auf einer Straße und fotografiert die beiden Feldwege, die zusammen die drei Möglichkeiten für mich ergeben hätten, wieder nach Hause zu kommen. Hinter der Baumreihe fließt übrigens die Wümme.

Ich war nun also dreckig, nass und kalt und durfte wieder auf dem gleichen Weg nach Hause fahren, den ich gekommen war. Spaß gemacht hats trotzdem.

Kategorien:Sport

Silvesterlauf 2011

Ich musste direkt zweimal auf den Kalender gucken, doch dort stand eindeutig „31.12.2011″, obwohl es draußen weder klirrend kalt, noch glatt, stürmisch oder verschneit war und somit beinahe ideale Bedinungen für den 25. Silvesterlauf in Nordenham bestanden.

Getreu der Tradition holte ich bereits lange vor dem Start meine Startnummer ab (bzw. einen Ersatz, weil meine nicht mehr aufzufinden war) und machte mich dann zu Fuß auf den Weg zum eigentlichen Start. Ebenfalls traditionsgemäß war ich wieder einmal viel zu spät dran absolut pünktlich, denn ich stand gerade dreißig Sekunden in der Startaufstellung, als es auch schon losging.

Silvester ist für den geneigten Winterhasser nun nicht unbedingt die Lieblingstrainingszeit, so dass meine Form nicht allzu berauschend sein dürfte. Andererseits konnte ich das gar nicht genau beurteilen, da ich in letzter Zeit zwar häufig, aber nicht unbedingt schnell gelaufen war. Folglich hieß die Devise: Erstmal mit 5:00 min/km loslaufen und dann mal sehen, wie anstrengend sich das Ganze anfühlen würde.

Dummerweise kam ich am Rand des Starterfeldes ziemlich gut weg und befand mich ziemlich bald ungefähr in der zweiten Reihe, als ich versuchte mein Tempo zu finden, sprich – begann abzubremsen. Besonders erfolgreich war ich darin noch nie und so ging der erste Kilometer dann auch schon nach 4:28 zu Ende. Selbstverständlich konzentrierte ich mich sofort darauf noch langsamer zu werden doch irgendwie pendelte sich das Tempo bei etwa 4:50 ein. Na gut, das fühlte sich locker an und dann sollte es eben so sein.

Die Kilometer gingen vorbei wie im Flug, während ich von den ersten drei des Halbmarathons und der führenden Frau überholt wurde. Außerdem musste ich diversen Pferden, von denen einige sogar mit Kutschen gefesselt waren, ausweichen – offensichtlich hat es auch Vorteile, wenn eine dicke Schneedecke auf den Wegen liegt und die Tiere lieber im Stall bleiben.

Es ging langsam auf den einen Kilometer Mitteldeich zu und da ich wusste, dass dort immer starker Wind herrschte, schaute ich mich ein wenig nach Deckung um. Nach hinten war da allerdings nicht viel zu holen, da der nächste Läufer etwa 50 Meter hinter mir lief.  Vor mir lief allerdings die führende Frau und sich bei der im Windschatten zu verstecken, um sie später zu überholen, kann man ja auch nicht machen. Ich lief also schön versetzt neben ihr die ganze Zeit im Wind und wir beschleunigten noch etwas.

Ich hatte zwar kein Zeitziel mehr im Blick, aber ich versuche mir immer alle Rücken zu merken, die mich im Laufe des Wettkampfs überholen. Meistens laufe ich recht gleichmäßig oder sogar zum Ende hin schneller, so dass ich die meisten nach und nach wieder einsammeln kann – und so war es auch dieses Mal. Lediglich einer fehlte mir noch in meiner Sammlung und der lief bei Kilometer acht drei Positionen vor mir.

Etwa einen Kilometer vorm Ziel sammelte ich ihn dann ein, gewann noch ein paar Positionen und erreichte letztendlich mit genau 48 Minuten als Gesamtsechsundzwanzigster und Dritter meiner Altersklasse das Ziel. Ich bin fast ein wenig überrascht von der Zeit, da ich bei gefühlt gleich schlechtem Trainingsstand und nicht gerade größter Anstrengung immerhin zwei Minuten schneller war als beim letzten Mal. Das lässt doch für den Sommer hoffen.

Insgesamt war der diesjährige Silvesterlauf wieder sehr schön – schade, dass es der letzte war, der von Harald Peplau organisiert worden ist und sich momentan meines Wissens noch keiner für die Organisation im nächsten Jahr gefunden hat. Bis auf meine verlorene Startnummer lief alles wieder sehr glatt und die Atmosphäre war sehr familiär. Zuschauermäßig ist die Wisch natürlich nicht gerade ideal, doch es finden sich immer wieder auch weit entfernt von der Stadt vereinzelt applaudierende Menschen. Ich finde den Lauf jedenfalls klasse und würde nächstes Jahr auch wieder kommen.

Kategorien:Wettkampf

Jahresrückblick 2011

Traditionell kommt heute natürlich pünktlich zum Ende des Jahres mein persönlicher Jahresrückblick 2011 und wieder einmal muss ich mich dabei fragen, warum ich eigentlich noch im Voraus meine Saison plane – es kommt ja sowieso anders.

Der erste ernsthafte Wettkampf wird dabei ziemlich sicher der Oldenburger Sraßenlauf sein. Hier möchte ich gerne meine Bestzeit über 10 Km zumindest bestätigen (da die Strecke in Bremerhaven im letzten Jahr mit ziemlicher Sicherheit zu kurz war).
Eingebettet wird der Lauf allerdings in die Vorbereitung zum Cuxhaven Marathon bei dem ich über der halben Distanz am Start sein werde. Immerhin findet dieser relativ nahgelegene Marathon dieses Jahr zum ersten Mal nicht am Geburtstag eines guten Freundes statt ;)

Damit hört meine Planung aber auch schon auf, da es erwartungsgemäß sowieso nie so kommt, wie ich es vorgesehen hatte ;) Einige Wettkämpfe, an denen ich aber auch ganz gerne teilnehmen würde, wären:

  • City-Weserlauf Nordenham
  • 1. Ochsenlauf Brake-Nordenham
  • OLB-E.On Lauf Brake
  • Halbmarathon Bremen
  • Citylauf Oldenburg
  • OSC Marathon Bremerhaven
  • Seemeile Bremerhaven
  • City-Marathon Bremerhaven

So steht es schwarz auf verschneit weiß in meinem Blog. Schauen wir mal, was davon übrig geblieben ist.

Teilgenommen habe ich am City-Weserlauf Nordenham, dem OLB E.On Lauf in Brake und dem Bremer Marathon, wenn auch nur über die zehn Kilometer Distanz. Der Oldenburger Straßenlauf und die Seemeile dagegen wurden erfolgreich durch die Bemühungen meine Speiche davon zu überzeugen wieder zusammen zu wachsen ersetzt. Erwartungsgemäß habe ich es außerdem nicht geschafft mir eine Urkunde vom Halbmarathon in Cuxhaven zu sichern – ganz einfach, weil ein guter Freund von mir dieses Jahr doch wieder am gleichen Tag Geburtstag hatte.

Die restlichen Wettkämpfe sind alle mehr oder weniger dem Triathlon zum Opfer gefallen. Da es meine erste Saison in diesem wunderbaren Sport war, hatte ich erst einmal alle Hände voll zu tun, die drei Sportarten unter einen Hut zu bringen, so dass für neue Bestleistungen im Laufen kein Platz war.

Aber das macht überhaupt nichts, denn mittlerweile funktioniert die Organisation sehr gut und ich lasse mich überraschen, was das Jahr 2012 für mich vorbereitet hat. Zum Abschluss dieses Mal noch deutlich mehr Zahlen als im letzten Jahr:

  • Laufen
    • Kilometer: 2118 (2011: 3253)
    • Trainingseinheiten: 260 (303)
    • Trainingszeit: 187h43min57sek (286:15:39)
    • Durchschnittstempo: 5:19 (5:17)
    • Durchschnittliche Strecke pro Trainingseinheit: 8,1km (10,7Km)
  • Radfahren
    • Kilometer: 3107 (972)
    • Trainingseinheiten: 103 (23)
    • Trainingszeit: 118h24min28sek (28:06:10)
    • Durchschnittstempo: 26,2 km/h
    • Durchschnittliche Strecke pro Trainingseinheit: 30,2km (48,6 Km)
  • Schwimmen
    • Kilometer: 152  (6)
    • Trainingseinheiten: 63 (5)
    • Trainingszeit: 44h17min46sek (2:55:00)
    • Durchschnittliche Strecke pro Trainingseinheit: 2,4km (1,2)
  • Gesamt Trainingszeit: 350h28min13sek

 

Kategorien:Sport

Borsts Jahressampler

Getreu der Tradition habe ich mich in den letzten Tagen durch Borsts Geschreibsel zu seinen Lieblingsalben im Jahre 2011 gelesen und mir auch die Musik dazu angehört. Hier meine Meinung dazu:

1. Long Distance Calling – Long Distance Calling

Die Band von der fähige Zungen absolut zurecht behaupten sie machten gute Fahrstuhlmusik. Denn leider führen die zahlreichen Überlängen, was die Songstrukturen angeht, recht schnell zu einer gewissen Langeweile. Plagiat beiseite: Ich muss leider bei meiner Einschätzung bleiben. Ich finde LDC macht wirklich gute Intros, jedoch wartet man dann vergeblich darauf, dass der eigentliche Song losgeht. Stattdessen wird man von einer wellenförmigen Dynamik erwartet, die einige Höhen bietet, sich dazwischen allerdings leider viel zu häufig hinter langsamen, unscheinbaren Melodien versteckt.

2. Amorphis – The Beginning Of Times

In der Beschreibung stehen die Wörter Death Metal und Progressive – für mich eigentlich ein deutliches Warnzeichen lieber nicht auf das dazugehörige Video zu klicken. In diesem Fall hat es sich jedoch gelohnt. Der Anfang geht sehr gut ins Ohr und ich habe daran nichts auszusetzen. Mir gefällt der etwas weichere Gesang hier besser als in der weiteren Folge des Liedes (ohne jetzt nachzulesen, ob es sich um zwei verschiedene Sänger handelt – bin mir da nicht ganz sicher), allerdings gefällt mir auch der Rest. Amorphis ist keine Band von der ich unbedingt noch mehr hören möchte, jedoch werde ich mich nicht dagegen wehren, wenn ich die Gelegenheit dazu bekommen sollte.

3. Before The Dawn – Deathstar Rising

Beinahe hätte ich es hier nicht bis zum Refrain geschafft. Musikalisch gefällt mir das Lied gut, was vor allem im Refrain auffällt, wenn die Instrumente nicht mehr vom Brüllgesang überdeckt werden. Damit werde ich mich wohl nie anfreunden können. Somit ist Before the Dawn eine Band mit der ich mich nicht weiter beschäftigen werde.

4. Nightwish – Imaginaerum

Nightwish ist eine Band, die bisher völlig an mir vorbeigegangen ist. Ich weiß absolut nichts über die Band und könnte aus dem Stehgreif nichtmal drei Lieder von ihnen nennen (was mit Sicherheit nicht heißt, dass ich sie beim Hören nicht sofort wiedererkennen würde). Ich frage mich allerdings, warum das so ist. I want my tears back und das Medley gefallen mir auf jeden Fall schonmal. Ich denke ich werde mir auch den Rest des Albums anhören.

5. A Storm Of Light – As The Valley Of Death Becomes Us, Our Silver Memories Fade

Nachdem ich dieses Video gestartet habe, habe ich zunächst einmal meinen Laptop an meine Stereo Anlage angeschlossen. Nichtsdestotrotz blieben die Gitarren für meinen Geschmack viel zu matschig und die Stimme des Sängers lässt jegliche Dynamik vermissen. Einzig der Rhythmus der Drums im Hintergrund gefällt mir.

6. Sólstafir – Svartir Sandar

Borst spricht hier von einer Atmosphäre der Verzweiflung – das unterschreibe ich sofort. Für meinen Geschmack ist das Lied ein bisschen zu depressiv. Es ist das erste Mal, dass ich isländischen Gesang höre, was zwar fremd, aber nicht störend wirkt. Obwohl mir das Lied insgesamt sogar gefällt (es hätte vielleicht ein bisschen schneller sein können), werde ich mir den Rest das Albums nicht anhören, wenn diese Grundstimmung beibehalten wird. Mehr als ein Lied davon auf einem Album ist meiner Meinung nach nämlich absolut nicht nötig.

7. Globus – Break From This World

Ich hatte meinen Text schon fast fertig. Es ging um atmosphärische Fahrstuhlmusik – nett anzuhören, aber langweilig – dann machte das Lied eine 180° Kehre. Der Rest des Liedes gefällt mir sehr gut. Ich werde mich mal umhören, ob der Rest eher so ist wie das Intro oder wie der Rest des Liedes.

8. Omega Massif – Karpatia

Zerdrückend ist eine gute Beschreibung für die Musik finde ich. Ich habe gerade noch kurz auf einen nicht dazu passenden Death Metal Gesang gewartet, bis mir einfiel, dass es sich um ein Instrumentalstück handelt. Mich stört ein wenig, dass das Lied fast ausschließlich aus dem gleichen – ohne Frage guten – Riff besteht und das Thema nur minimal variiert wird. Dennoch insgesamt ein guter Song, aber leider auch nicht mehr.

9 . Love.Might.Kill – Brace For Impact

Bei Love.Might.Kill kann ich mich Borst vorbehaltlos anschließen. Ich finde keine Kritikpunkte und bin froh, dass Nordenham ab jetzt musikalisch nicht nur durch Einswarden-Crime bekannt ist. Wenn ich mich recht erinnere, gibt die Band sogar am zweiten Weihnachtstag ein Konzert dort, das ich prinzipiell auch wirklich gern besuchen würde, wenn es nicht gerade an Weihnachten wäre…

10. Septic Flesh – The Great Mass

Natürlich zähle ich mich sehr zu den Anhängern des Black Metals. Dennoch möchte ich mich zu diesem Stück…nennen wir es Musik…nicht äußern

Beste Neuentdeckung: dredg

Dredg höre ich selbst relativ  gerne. Auch wenn das aktuelle Album völlig zu Recht keinen Platz auf meinem Jahresrückblick gefunden hat. Es handelt sich allerdings um Musik, die ich gern nebenbei im Hintergrund höre, während ich mich mit anderem beschäftige.

Am liebsten gehörte Band: Isis

Für Isis könnte ich wahrscheinlich meinen Text vom letzten Jahr zu The Ocean kopieren….wenn ich denn im letzten Jahr überhaupt etwas über die Musik geschrieben hätte…Es verhält sich hier ähnlich wie mit Long Distance Calling. Zwischendurch bin ich wirklich begeistert, doch leider fällt das Lied dann wieder viel zu früh in eine lange, langsame und damit auch langatmige Überleitung mit der ich überhaupt nichts anfangen kann. Ist aber eigentlich schade um die Highlights des Songs.

Kategorien:Leben

Nah am deutschen Rekord

Vorgestern haben wir beim Schwimmtraining unsere 50m Zeiten aufgenommen. Das ist natürlich eine günstige Gelegenheit herauszufinden, wo man im nationalen Vergleich gelandet wäre und ich durfte feststellen, dass ich mich mit 33 Sekunden durchaus im Bereich der deutschen Bestzeit bewege – allerdings nur bei der für 10-jährige…Um mich mit Gleichaltrigen messen zu können, fehlen mir noch circa 8 Sekunden.  Na gut – das sind natürlich Sportler, die sich wahrscheinlich in jeder Woche mindestens dreimal so lange im Wasser befinden wie ich, aber ich finde deren Leistung dennoch unvorstellbar.

Glücklicherweise macht mir das  Schwimmen jedoch momentan auch abseits der nationalen Elite sehr viel Spaß (vor allem, wenn ich so wie heute im Uni-Bad eine 50m Bahn ganz für mich alleine habe) und wer weiß? – Vielleicht ist das viele Training ja doch für die eine oder andere Sekunde gut…

Kategorien:Sport

Jahressampler 2011

17. Dezember 2011 1 Kommentar

BLACK!! Is opening!! – Platz 1: Trivium – In Waves

Ich bin nur zufällig an dieses Album gekommen, weil ein Freund es bei mir vergessen hatte. Ich dachte mir, kurz reinhören kann ja nicht schaden, schaffte jedoch nur ein Lied – nämlich Watch the World Burn – bevor ich zur Arbeit musste. Dort verfolgte mich das Lied jedoch den ganzen Tag als Ohrwurm und ich hörte mir zu Hause auch den Rest des Albums an. Es gefällt mir wirklich von Anfang bis Ende (im Gegensatz zu seinen Vorgängern übrigens) und ist deshalb ganz klar mein Platz 1.

Mein Lieblingslied ist allerdings mittlerweile nicht mehr Watch the World Burn, sondern Black:


Spiel als wärs das letzte Mal! Platz 2: Subway to Sally – Schwarz in Schwarz

Mein absoluter Favorit von Subway to Sally ist nach wie vor Engelskrieger, so dass ich erfreut feststellen durfte, dass sich Schwarz in Schwarz wieder mehr in härtere Bereiche des Mittelalterrocks hervorgearbeitet hatte. Außerdem habe ich im direkten Vergleich das Gefühl, dass die einzelnen Lieder besser abgemischt worden sind. Im Vergleich kommt mir Kreuzfeuer geradezu blechern vor.

Das Album hat für mich viele Highlights, wobei „Alles oder Nichts“ noch ein bisschen vor den anderen steht. Jedoch gefallen mir auch „Bis in alle Ewigkeit“, „Wo Rosen blühen“ und „Schlagt die Gloken sehr gut“. Einzig mit „Ins Dunkel“ kann ich nicht wirklich etwas anfangen, auch wenn es mir textlich dennoch gefällt.


Do you still believe in all the things that you stood by before? Platz 3: Rise Against – Endgame

Es gibt ja immer mal wieder Bands die ihren Musikstil im Laufe der Jahre etwas modifizieren. Das kann gut sein, kann aber natürlich mitunter auch dazu führen, dass man um neuere Alben einen großen Bogen machen sollte. Für Rise Against gilt dies allerdings nicht. Egal welches der mittlerweile sechs Alben man sich anhört – es klingt immer ganz charakteristisch nach der Band aus Chicago.

So hat mich auch Endgame nicht enttäuscht. Es gibt zwar wenige Rise Against Lieder, die zu meinen absoluten Lieblingsliedern gehören, aber dafür gibt es auch kaum eines, das mir nicht gefällt. Am neuen Album würde ich direkt den Opener „Architects“ hervorheben, welcher für mich auch gleichzeitig der Beste Song auf einem Album ist, das von schnellem, simplen Rock bestimmt wird – typisch Rise Against eben.


The banner that you wave to be wrapped around your grave! – Platz 4: Nickelback – Here and Now

Wie kann man eigentlich so naiv sein? Ich hatte doch tatsächlich gedacht, dass sich auch Nickelbackalben verändern können. Nunja, insgesamt sind die Lieder alle ein bisschen langsamer geworden, glaube ich. Allerdings besteht das alte Schema weiterhin: Vier Popsongs zum Geldverdienen, die man ziemlich bald nicht mehr hören kann, zweimal wandeln auf der Grenze zum Metal und dazwischen solide Rocksongs – natürlich über nichts anderes als Sex, Alkohol und den Weltfrieden. Na gut, was soll ich sagen? Es spricht nicht gerade für meinen Anspruch, aber es reicht mir. Ich denke mein Lieblingslied vom Album ist „This means war“, gefolgt von „Midnight Queen“ und „Bottoms up“.


How’d the simple life get so complicated?Platz 5:  Foo Fighters – Wasting Light

Die Foo Fighters kenne ich erst wirklich seit „The pretender“, das lange Zeit mein Lieblingslied gewesen ist. Erst danach hörte ich dann auch weitere bekannte Lieder wie „Everlong“. Das neue Album „Wasting Light“ hat mich allerdings nicht besonders beeindruckt. Es ist zwar als Gesamtwerk in Ordnung und deshalb hier auch auf dem sechsten Platz, da es eigentlich keine Totelausfälle gibt, aber ich kann auch nicht sagen, dass eins der Lieder wirklich bei mir hängen geblieben ist.


For those who never ever sit back and recover!Platz 6:  Beatsteaks – Boombox

Prinzipiell hat dieses Album hier nichts verloren, denn ich mag es überhaupt nicht. Ich finde es viel zu langweilig und deutlich zu Poplastig. Allerdings war ich dieses Jahr auf dem Beatsteaks Open Air und muss es deswegen hier aufnehmen. Ich verliere einfach keine weiteren Worte, sondern verweise direkt auf das Video.


This is to Brutus - Platz 7: RHCP – I’m with you

Anfangs musste ich mich in dieses Album richtig reinhören. Ich würde fast soweit gehen zu sagen, dass ich davon enttäuscht war. Allerdings konnte ich mich mit jedem Durchhören mehr damit anfreunden und zumindest die zweite Hälfte des Albums gefällt mir mittlerweile sehr gut. Der Sound ist immer noch charakteristisch für RHCP, jedoch habe ich das Gefühl einen deutlichen Einfluss des neuen Gitarristen zu hören.


And I should have been running! Platz 8: Three Doors Down – Time of My Life

Three Doors Down bewegen sich ja schon seit längerem immer näher auf die Grenze zwischen Rock und Kommerzpop zu und meiner Meinung nach haben sie diese mit dem aktuellen Album „Time of my life“ eindeutig überschritten. Es ist auf jeden Fall das Album, das mir bisher am wenigsten gefällt. Allerdings sind auch hier ein paar Lieder dabei, die sich noch häufiger in meine Playlist verirren werden und ein wenig herausstechen aus dem sonstigen Chart-Einheitsbrei.


What If? Neuentdeckung: Creed

Ich frage mich wirklich, wie mir diese Band bisher entgehen konnte, zumal ich zumindest „With arms wide open“ auf jeden Fall schon aus dem Radio kenne. Wirklich auf sie aufmerksam geworden, bin ich jedoch über ein Youtube Video, das mit dem Titel „What If“ unterlegt ist:


Sowohl das Video, als auch das Lied haben es mir unheimlich angetan – und das nicht nur auf den letzten Metern eines Tempodauerlaufs ;) Allerdings ist „What if“ nicht ganz typisch für Creed. Insgesamt bewegt sich die Band im Bereich von Nickelback und Three Doors Down – pendelt also ständig zwischen Pop-/ und härterem Rock hinundher.


 

Kategorien:Leben

„Jetzt überlege ich doch tatsächlich, ob ich eine Auflistung darüber machen sollte, was ich letztes Jahr alles für den Sport ausgegeben habe, aber ich weiß nicht, ob mich das nicht doch zu sehr verschrecken würde…“…..und ab ins Kontoauszugdurchwühlen…

Wider Erwarten habe ich es aus den Papierbergen meiner Kontoauszüge zurückgeschafft und hier ist das Ergebnis:

Startgelder: 119€

Kleidung: 325€

Verein: 100€

Schwimmen und Zubehör: 206€

Schwimmbadeintritt: 100€

Fahrrad und Zubehör: 900€

Laufen und Zubehör: 200€

Sonstiger Kleinkram: 110€

Über das Geld, das ich zusätzlich brauche um nicht zu verhungern und zumindest zwischendurch angenehm zu riechen, hab ich leider nicht Buch geführt ;)

Insgesamt ergibt das dann 2060€. Eine stolze Summe, aber ich muss zugeben, dass ich fast noch ein bisschen mehr erwartet hätte….

Kategorien:Sport

Gesponsert müsste man sein

„So, damit ist die Postquote der letzten Monate mindestens verdoppelt und ich kann mich bis Silvester wieder zurücklehnen.“ – hat eh keiner geglaubt oder?

Ich hab mir jetzt jedenfalls einen Wettkampfkalender vorgenommen und rausgeschrieben, bei welchen Wettkämpfen ich gerne teilnehmen würde. Das Problem dabei ist allerdings, dass ich schon alleine durch das Startgeld über 400€ dafür ausgeben müsste. Glücklicherweise sind davon nur wenige Termine unverrückbar und erfahrungsgemäß werden mindestens 50% 1:1 durch irgendwelche Feiern am Wettkampfvorabend ersetzt (was ja durchaus zumindest etwas euphemistisch ebenfalls einen gewissen Trainingseffekt beeinhaltet).

Nichtsdestotrotz bleiben auch dann noch 200€ übrig, die ich dafür ausgeben werde, durch dreckige Hafenbecken zu schwimmen, mit Algen zu kämpfen, nassgeregnet zu werden, ständig Gegenwind zu haben und zu allem Überfluss nicht einmal Erster zu werden.

Aber was soll man sagen?  Es lohnt sich! Zumindest waren alle Wettkämpfe, die ich bestritten habe, hinterher auch ihr Geld wert und sollte dies bei einem einmal nicht so sein, wird er mich auch nicht wieder sehen.

Davon mal ganz abgesehen, bleibt mir ja sowieso keine andere Wahl. Bisher hat sich ja noch niemand erbarmt, eine Stiftung für bedürftige Triathleten zu gründen und ich fürchte fast, dass wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern…

 

Edit: Jetzt überlege ich doch tatsächlich, ob ich eine Auflistung darüber machen sollte, was ich letztes Jahr alles für den Sport ausgegeben habe, aber ich weiß nicht, ob mich das nicht doch zu sehr verschrecken würde…

Kategorien:Sport

Neujahrsansprache

Ja gut, ich seh es ein – ich bin ein paar Tage zu früh dran. Aber meine Vorsätze sind gefasst, der Trainingsplan geschrieben und die Motivation zusammengesammelt. Ich denke dann kann man sich auch schon einmal über das neue Jahr auslassen.

2011 war ja rückblickend eher ein Übergangsjahr, da ich es durch meinen Eintritt in die Triathlon Krabbelgruppe nur zu einer neuen Bestzeit gebracht habe (und das war auch gar nicht so schwierig, wenn man bedenkt, dass es mein erster Start auf der Distanz war).

Höchste Zeit also, sich für 2012 ehrgeizigere Ziele zu setzen, denn ein guter Freund von mir sagte einmal (den Satz wollte ich schon immer mal sagen)…ähm…er sagte also: „Man wächst mit seinen Aufgaben“. Auch wenn ich das unbestimmte Gefühl habe, dass er sich diese Aussage nicht ganz alleine ausgedacht hat, werde ich sie dennoch überprüfen.

Hier also meine Ziele fürs nächste Sportjahr in chronologischer Reihenfolge:

  • 5Km unter 20 Minuten
  • 1-2 Vorbereitungsduathlons
  • Halbmarathon unter 1:40
  • Augath Tour mit neuer Bestzeit auf der Sprintdistanz

In Tabellenform sieht es viel machbarer aus, als ich mir das vorgestellt hatte, aber es war ja auch erst einmal nur das erste Halbjahr. Im zweiten befindet sich nämlich das eigentliche Highlight, das mir geradezu aufgezwungen wurde. Ob, und wie es sich umsetzen lässt, wird sich allerdings wahrscheinlich erst im Laufe des Jahres zeigen. Ich werde es einfach mal auf mich zukommen lassen und im Juni noch einmal über die weitere Jahresgestaltung nachdenken.

Heute habe ich mich erstmal zum Silvesterlauf in Nordenham angemeldet. Es hätte zwar auch in Bremen genug Auswahl gegeben, aber zum letzten von Harald Peplau organisierten Lauf, komme ich noch einmal vorbei.

So, damit ist die Postquote der letzten Monate mindestens verdoppelt und ich kann mich bis Silvester wieder zurücklehnen.

Bis dann ;)

Kategorien:Sport

Wer wartet mit Besonnenheit, der wird belohnt zur rechten Zeit!

Jetzt habe ich schon wieder einen Monat nichts von mir hören lassen, aber es gibt ja auch nichts zu erzählen in der Triathlonsaisonpause.

Selbstverständlich habe das neue Jahr zwar schon geplant, jedoch werde ich davon erst später berichten, da ich momentan noch ganz unter dem Eindruck des gestrigen Konzertes stehe:

RAMMSTEIN in Bremen

Momentan gibt es prinzipiell nur drei Bands, die ich unbedingt einmal live auf der Bühne gesehen haben möchte und das sind Maiden, Metallica und eben Rammstein. So bin ich extra für dieses Konzert sogar in den Fanclub eingetreten, habe mit der Warteschlange gekämpft, habe mir in einer Nacht im Stundenrhythmus den Wecker gestellt, obwohl ich den ganzen nächsten Tag Vorlesungen hatte und habe sechs Monate der Vorfreude ertragen. Und was soll ich sagen? Es hat sich vollkommen gelohnt!

Nachdem wir durch eine glückliche Fügung relativ weit vorne in der Schlange gelandet sind und uns so direkt Bändchen für die erste Welle sichern konnten, mussten wir nur noch 1,5h Wartezeit und die über blutende schwedische Frauen fantasierende Vorband „Deathstars“, deren Musik zwar ok, aber recht eintönig war, überstehen, bis es dann endlich losgehen sollte.

Noch vor 21 Uhr ging ein Raunen durch die ÖVB Arena als die Band durch die Katakomben unter der Halle den Innenraum betrat und sofort richtig loslegte.

„>http://www.youtube.com/watch?v=20AnbAbOMug]

Völlig ohne Ansagen folgte Song um Song untermalt von einer beeindruckenden Bühnenshow, bei der ich nicht nur einmal festgestellt habe, dass ich statt zu singen mit offenem Mund zugeguckt habe, weil ich sie aus maximal 10m Entfernung miterleben durfte. Ok – ich stand direkt hinter dem wohl größten Menschen im ganzen Innenraum, aber glücklicherweise hatte er Hängeschultern ;)

„>http://www.youtube.com/watch?v=yXx-y03orCo]

„>http://www.youtube.com/watch?v=w8R4Ccb3xVY]

Gefühlt hatte das Konzert gerade erst angefangen, als sich die Band nach 60 Minuten bereits das erste Mal verabschiedete. Allerdings nur um kurz danach wieder in der Mitte der Halle aufzutauchen und für zwei Lieder von dort weiterzuspielen.

„>http://www.youtube.com/watch?v=bn1bolQMU_E]

„>http://www.youtube.com/watch?v=xz4_isUbeCo]

Wieder auf der Hauptbühne angekommen, musste die dort vernachlässigte Pyro natürlich sofort nachgeholt werden. So flogen Raketen durch den Innenraum und der Keyboarder wurde gekocht. Völlig gefesselt war ich dann als die ersten Raketen auch noch direkt auf der Bühne eingeschlagen sind.

„>http://www.youtube.com/watch?v=o6bvZXQRFP0#t=4m00s]

Ich würde ja gerne noch mehr über das Konzert erzählen, aber mir fehlen immer noch die Worte. Ich kann jedem empfehlen einmal ein Konzert von Rammstein zu besuchen und auch ich selbst will eigentlich sofort wieder hin, weil diese zwei Stunden einfach viel zu schnell vergangen sind.

Kategorien:Konzerte
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